Das Boot
Seit 1970 hat sich die Sirius-Werft
in Schleswig-Holstein am Plöner See etabliert. Seit 1988 stellt die Werft
reinrassige Qualitätsyachten in hochwertiger Handarbeit her. Der Begriff
"Qualitätsyacht" ist an dieser Stelle mit Bedacht gewählt. Es gibt
nur wenige Werften, welche einen so hohen Wert auf die Ausbauqualität
legen. Im Innenschiff wird man vergebens nach offenliegenden GFK-Komponenten
der Außenhaut suchen. Auffällig sind die extrem hohe tischlerische
Qualität und die durchdachte Unterbringung aller Komponenten.
Es gibt in den Schiffen der Sirius-Werft kaum eine Stelle, welche nicht irgendwie
sinnvoll und zweckdienlich genutzt wurde.
Die Werft hat sich auf Deckssalonyachten spezialisiert, welche einen ganz außergewöhnliches Lebensgefühl an Bord vermitteln. Den Bootsbauern aus Plön
ist es mit diesem Konzept gelungen, unter Deck einen Lebensraum zu schaffen, der immer
einen freien Blick nach draußen gewährleistet.
Vom geschützten Deckssalon aus, welcher 6 Personen ausreichend Platz bietet, kann der Reisende auch auf See Kontakt
zum Cockpit halten. Auch die Küchenzeile ist in den
Salon integriert. So ist beim Kochen, Spielen, Lesen und bei der Kartenarbeit, auf See und im
Hafen, immer ein freier Blick in die Umgebung möglich. Die Boote der Sirius-Werft sind
eben keine "Keller-Schiffe".
Das Deckssalon-Konzept ermöglicht nicht nur ein anderes Reisegefühl, als auf anderen
Segelyachten, es schafft auch die Voraussetzungen für eine Innenraumgestaltung auf
verschiedenen Ebenen. So konnten auf der Sirius 32 DS eine Vielzahl von Räumen untergebracht
werden. Beim Ausbau der Yachten standen unterschiedliche Grundkonzepte zur Verfügung,
welche auf die verschiedenen Crewgrößen und Einsatzmöglichkeiten zielen. Die Werft
berücksichtigt beim Bau ihrer Schiffe jedoch jeden Wunsch des künftigen Eigners, sodass in Plön noch nie
zwei gleiche Schiffe die Werft verlassen haben. An dieser Stelle würde eine weitere
Beschreibung der Ausbauvarianten den Inhalt dieser Seite sprengen. Es sei hier auf die
Internet-Seite der Sirius-Werft in Plön verwiesen. Dort erfährt der Interessierte auch
alle Details über die aktuellen Schiffe der Werft - die 40DS, 35DS und 310DS.
Unser Boot, die Adhara, ist im Jahre 2005 fertiggestellt worden. Sie ist mit 4 Kojen in 2 Kajüten ausgestattet. Das Deckssalon-Konzept ermöglicht die Unterbringung der Eignerkojen unter den Sitzgelegenheiten des Deckssalons.
So bleibt im Deckssalon eine durchgehende Stehhöhe von 2 Metern erhalten und dies, obwohl
sich unter dem Salon eine Doppelkoje von 2 Metern Länge und 1,55 Metern Breite befindet.
Auch hier ist die Stehhöhe von 1,85 Metern immer noch luxuriös. Im Vorschiff ist die
zweite Kajüte mit einer weiteren Doppelkoje untergebracht. Für zusätzliche
Gäste lässt sich im Deckssalon der Tisch absenken, wodurch eine Liegefläche
für zwei weitere Personen entsteht. Im Mittelschiff zwischen den Kajüten befinden
sich getrennt voneinander ein relativ großer Waschraum mit Yachttoilette und eine
separate Duschkabine, welche für diese Bootsgröße wohl eine Besonderheit
darstellt. Zum Duschen nach dem Baden befindet sich am Heck eine zweite Dusche neben der
Badeleiter.
In die Arbeitszeile der Küche im Deckssalon sind zwei Spühlen mit Warmwasser-,
Kaltwasser- und Seewasseranschluss, ein halbkardanisch aufgehängter
Doppelflammen-Gasherd mit Ofen und ein stromsparender Kühlschrank mit
Gefrierfach integriert. Das Boot hat einen Frischwassertank von 250l Fassungsvolumen.
Neben der Küchenzeile befindet sich ein eigener kleiner innenliegender Steuerstand,
von dem das Boot auch bei regnerischem Wetter gefahren werden kann. Die Steuerelemente
der Bordelektronik und der Navigationselemente laufen hier zusammen. Das Boot ist mit
je einen Kartenplotter am Innensteuerstand und im Cockpit ausgestattet. Auf beiden Plottern
ist das Radarbild der an einem separaten Mast am Heck
halbkardanisch angebrachten Radarantenne in Overlaytechnikt darstellbar. Für
die passive Sicherheit besitzt die Adhara einen AIS-Transponder und ist mit einem
aktiven Radarreflektor am Radarmast ausgestattet. Die AIS- und DSC-Daten werden auf
beiden Plottern dargestellt. Der Autopilot kommuniziert mit dem Navigationssystem. Alle Funktionen sind vom Innensteuerstand und vom Cockpit aus bedienbar.
Die Adhara besitzt eine Kuttertakelung. Alle Bedienelemente der Takelung sind über
Blöcke so auf das Deckshaus umgelegt, dass sie vom Cockpit aus bedient werden
können. Das Großsegel besitzt Latten und ist dank der Kugellagerrutscher
und der Lasy-Jacks und des Einleinen-Reffsystems leicht zu reffen. Die Fock und die Genua haben je eine eigene
Rollreffanlage. Die Fock läuft auf einer Selbstwendeschiene. Am vorderen Teil
des Bugsprieds befindet sich eine Rollanlage für einen großflächigen Drifter.
Um auch kleine Ankerbuchten anlaufen zu können hat das Boot einen flachen,
länglichen Kiel. Dadurch wird ein Tiefgang von nur 1,15 Meter erreicht.
Die Manövriereigenschaften der Yacht verändern sich dadurch nur unwesentlich.
Der schwere Buganker ist in einem Ankerkasten untergebracht und liegt unter dem Bugspriet.
Er wird mit einer elektrischen Ankerwinde bedient. Unter den Heckkorbsitzen befindet sich der zweite
Anker des Bootes. In den großzügigen Backskisten befindet sich ein Falt-Dinghy (kein Schlauchboot) und ein elektrischer Außenborder. Am Heck der Adhara können zwei Davids angebracht werden. So kann das Falt-Dinghy auch in aufgefalteter Form problemlos mitgeführt werden.
Auf dem Deckshaus der Yacht sind drei begehbare Solarzellen verklebt, welche die Batterien
laden und das Boot mit Strom versorgen. In der Seson reicht der Energiegewinn aus,
um nahezu unabhängig von Landstrom von Ankerbucht zu Ankerbucht fahren zu können,
ohne den Motor anwerfen zu müssen. Ein Wandler sorgt dafür, dass jeder Zeit
sowohl 12V als auch 230V Spannung zur Verfügung stehen.
Angetrieben wird das Boot durch einen 30PS Dieselmotor mit Saildrive. Für das
manövrieren im Hafen ist im Bug der Adhara ein Strahlruder untergebracht.
Zur Sicherheitsausrüstung gehören eine Rettungsinsel für 6 Personen, eine EPIRB, ein aktiver Radarreflektor, Rettungswesten (auch für Kinder), DSC-Funk, Leuchtmittel, eine selbstaufblasende Rettungsboje und ein Rettungskragen mit Schwimmleine.
Die Auflistung auf dieser Seite ist nicht vollständig.
Erik Koy
